Die 6. Klässlerinnen und 6. Klässler aus Bad Zurzach und Rekingen unternahmen zum Abschluss des Religionsunterrichts an der Primarschule am Samstag, 15. Juni, eine kleine Reise nach Deutschland. Das Ziel der Reise war, in die Vergangenheit einzutauchen und sich mit der Steinzeit und der Bronzezeit zu befassen.

Per Zug und Bus ging es von Bad Zurzach nach Konstanz, mit der Fähre nach Meesburg und von dort wieder per Bus nach Unteruhldingen. Der Besuch des Pfahlbaumuseums stiess auf gosses Interesse und auf Begeisterung, denn die Schülerinnen und Schüler konnten sich nach einer kurzen Einführung in die Zeit der Pfahlbauten etwa eine Stunde lang alleine im Museum bewegen, die Häuser besichtigen und sich über die Lebensweise von damals informieren.

Das mitgebrachte Mittagessen wurde im Park am See eingenommen. Hier konnte man sich nicht nur ein leckeres Eis kaufen, sondern sich auch mit den neugierigen Enten beschäftigen.

Am Nachmittag stand der Besuch der Bibelgalerie auf dem Programm. Auch hier erwartete uns eine kompetente Führung, die uns einerseits in die Entstehung der Bibel einführte, andererseits auch Geschichten über das Leben zur Zeit Abrahams und Jesu erzählte. Auch hier konnten die Schülerinnen und Schüler anschliessend selbständig die Galerie erforschen.

Auf die Frage, ob ihnen der Ausflug gefallen habe, war die Antwort einstimmig: „Auf jeden Fall, und diejenigen, die nicht dabei waren, haben etwas verpasst!“

Am Sonntag, 19. Mai 2019, luden die Religionsschülerinnen und –schüler aus Bad Zurzach, Rekingen und Rietheim ihre Eltern, Verwandten und Bekannten zum gemeinsamen „grossen Fest“ ein.

Im Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler aus Bad Zurzach ein Gespräch eingeübt, in welchem sie beschreiben, worum es beim Abendmahl geht: „Das Brot steht als Zeichen für seinen Leib und der Saft als Zeichen für sein Blut“, antwortet eine Schülerin auf die Frage, weshalb man das Abendmahl nicht mit Cola und Chips feiern könne? Und weshalb feiert man das Abendmahl am Morgen, und nicht am Abend? „Die Feier geht auf das letzte Mahl zurück, wo Jesus mit seinen Jüngern zu Abend ass“, war die Erklärung dazu.

Nach dem Abendmahl, welches die Kinder im Kreis, die Erwachsenen wandeln, einnahmen, zeigten die Schülerinnen und Schüler ein Rollenspiel zur Geschichte vom grossen Fest: Ein reicher Mann (hier eine reiche Frau) lud bedeutende Gäste zum Essen ein, von denen aber jeder im letzten Moment doch noch absagte. Deshalb lud die Gastgeberin alle armen, kranken und schwachen Menschen ein. Da danach immer noch genug Essen da war, lud die Gastgeberin auch noch die Leute am Rande der Gesellschaft ein, und alle nahmen diese Einladung an. Zwischen den einzelnen Szenen spielte Elena Weirich auf ihrem Cello drei kleine Stücke.

In ihrem Predigtteil legte Pfarrerin Therese Wagner das Gleichnis aus.

Die Gebete zum Beginn des Gottesdienstes, die Dank- und Fürbittengebete sowie der Segen wurden alle von den Schülerinnen und Schülern selber geschrieben.

Bei einem Glas Traubensaft und Zopf klang der Sonntagmorgen mit guten Gesprächen in schöner Gemeinschaft aus.

  1. Mai 2019

Das Geläut besteht seit 1975 aus vier Glocken.
Es sind zwei alte, barocke Glocken aus dem Jahr 1717,
dem Fertigstellungsjahr des Kirchenbaus und zwei
Glocken aus dem 20. Jahrhundert, aus dem Jahr 1975.

1. Glocke auf d‘, 1658 kg, Jahr 1975

2. Glocke auf f‘, 700 kg, Jahr 1975

3. Glocke auf g‘, 850 kg, Jahr 1717

4. Glocke auf b‘, 500 kg, Jahr 1717

 

An den vier Glocken wurden Abnützungserscheinungen
an den Schlagringen festgestellt, die auch auf zu harte
und zu schwere Klöppel zurückzuführen sind.

 

Im Hinblick darauf, eine möglichst lange Lebensdauer der zum Teil sehr alten und sehr wertvollen Glocken erreichen
zu können, hat die Kirchenpflege beantragt und die Kirchgemeindeversammlung vom 18. November 2018 beschlossen,
die bestehenden Klöppel durch neue, weichere, leichtere, besser aufgehängte und nach neusten Erkenntnissen
dimensionierte und individuell geschmiedete Klöppel ersetzen zu lassen.

       

Die Klöppel werden im August 2019 ersetzt. Die alten Klöppel werden am Sonntag vor dem Umbau ausgeläutet und die
neuen am Sonntag danach eingeläutet.
Weitere Informationen dazu werden frühzeitig publiziert.

Die reformierte Kirchgemeinde Zurzach feierte am Palmsonntag mit zehn jungen Menschen ihre Konfirmation.

(sr) Leider spielte das Wetter am Sonntag nicht mit, als sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden am Morgen zum offiziellen Fototermin trafen. Trotz Regen herrschte vor und in der Kirche schon reger Betrieb, da der Kirchenchor zum Einsingen erschien, die Musiker sich vorbereiteten und die ersten Eltern und Angehörigen sich auf dem Kirchplatz begrüssten.

Wo führt mich mein Weg hin?

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden trugen sehr viel zum Gottesdienst bei. Neben dem Gebet, das alle gemeinsam vortrugen, spielten sie in einer kurzen Szene die Situation eines jungen Mädchens vor, das den Boden unter den Füssen zu verlieren droht. Im Gedicht „Ich suche nach meiner Identität“ von Ulrich Schaffer wird das Thema der Suche nach mir selber und nach dem Sinn des Lebens nochmals aufgegriffen. Das Gedicht endet mit der Frage „Suche ich Gott, suche ich Sinn, suche ich mich – sind alle drei zu trennen?“

Die Sinnsuche wurde in Texten der Konfirmandinnen und Konfirmanden nochmals aufgegriffen, indem sie das Gedicht von Lothar Zenetti „Was keiner wagt“ mit eigenen Gedanken und Beispielen auslegten, bevor der Kirchenchor das Lied der Gemeinde vortrug.

Ein Navi für’s Leben – wo finden wir dies?

Wir alle kennen den Begriff „Navi“, der für Navigationssystem steht und uns beim Autofahren unterstützt, um den kürzesten, schnellsten oder wirtschaftlichsten Weg zu finden. Wir müssen aber unser Ziel kennen, denn ohne Zieleingabe könnte das Navi den Weg gar nicht berechnen.

Wie ist das aber im Leben? Haben wir ein Ziel? Wie gelangen wir dahin? Diese Fragen versuchten Pfarrerin Therese Wagner und Jugendarbeiterin Sabine Rieder in ihrer Predigt zu beantworten.

Das Navigationssystem, dass uns in unserem Leben leitet, ist die Bibel. Uralt, aber immer noch up to date! Schon im Alten Testament wird Gott als Wegweiser bezeichnet, und damit also auch als Navi – lange bevor man die heutigen Navis kannte. Gott führt uns auf den Weg der Liebe. Zur Liebe gehört auch das Vertrauen, denn ohne Vertrauen verkümmert die Liebe, das Vertrauen ist also die Schwester der Liebe.

Das Navi, das Gott uns Menschen schenkte, will uns aber nicht den kürzesten, schnellsten oder wirtschaftlichsten Weg zeigen, sondern es will uns so wohlbehalten wie möglich durch unser Leben führen. In der Bibel stehen die wichtigsten Regeln, die uns navigieren sollen, nämlich die zehn Gebote. Sie zeigen uns den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Und in der Bibel finden wir auch die wichtigste Regel überhaupt, die Goldene Regel, die Jesus wie folgt formulierte: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt“.

Mit dem Wunsch, die Konfirmandinnen und Konfirmanden mögen doch den Kontakt zu Gott und zur Kirche nicht völlig abbrechen, beenden Therese Wagner und Sabine Rieder ihre Predigt.

Konfirmation und Segenswünsche

Mit der Konfirmation erhalten die jungen Menschen in der Kirche Rechte und Pflichten. Sie dürfen ab jetzt das Patenamt übernehmen. Ab dem 16. Geburtstag können sie in der Kirchgemeinde stimmen und wählen und sich auch selber in ein Amt wählen lassen. Die Pflicht bedeutet, dass sie Kirchensteuern bezahlen müssen. Die Kirche ist auf finanzielle Einnahmen angewiesen, damit geholfen und gewirkt werden kann.

Zur Erinnerung an den Gottesdienst erhielten die frisch Konfirmierten den Konfirmationsschein und ein kleines Geschenk, einen Anhänger, der aus der Tagua, dem Samen einer Steinnusspalme gefertigt ist. Auf dem Anhänger ist eine Taube eingraviert als Zeichen für den Segen des Heiligen Geistes, der ihnen zugesprochen wurde.

Der Gottesdienst wurde durch das Orgelspiel von Germaid Möller und die Lieder des Kirchenchors mit Band unter der Leitung von Eckhard Kopetzki abgerundet.

Am Sonntag, 16. Dezember 2018, um 17.00 Uhr, läuteten die Glocken zum traditionellen Weihnachtsspiel in unserer Kirche. Die Kinder haben sich im Herbstlager schon auf das Weihnachtsspiel vorbereitet. Sie haben ihre Rolle ausgesucht, die Kostüme ausprobiert und ihre Texte ein erstes Mal geübt.

Nach einer längeren Pause trafen sich die Darsteller am Samstag,
15. Dezember 2018, zur Hauptprobe in der Kirche. Das Spiel wurde mehrmals geübt und am Sonntagabend vorgespielt.

Die Geschichte handelte von Johannes, einem Hirtenbub, der friert und nicht in die warme Stube seines Herrn gelassen wird. Da entdeckt er einen hellen Stern, den er sich näher ansehen will. Sein Hund, sein Schaf, sein Esel und sein Ochse folgen ihm. Nachdem der Herr feststellt, dass der Hirtenjunge mitsamt der Tiere weg ist, sucht er sie und entdeckt ebenfalls den Stern, der ihn zum Stall mit dem neugeborenen Kind führt. Dort trifft er auf Johannes und seine Tiere. Wieder zu Hause, lässt er den Hirtenjungen und alle Tiere in seine warme Stube.

Therese Wagner erzählte im Anschluss an das Weihnachtsspiel die Geschichte „Das geflügelte Geschenk“ von Jan A. Loeffler, der im Waisenhaus lebte und sich zu Weihnachten eine weisse Ente wünschte. Er zweifelte daran, dass sein Wunsch erfüllt wird und war am Weihnachtsabend überglücklich, als er das Schnattern einer Ente vernahm.

Nach dem Friedensgruss und während das Lied „Oh du fröhliche“ gesungen wurde, erhielten alle eine brennende Kerze,

welche nach dem Gottesdienst im Schnee weiter brennen durfte.